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Charmy – Geranie in einer Glasvase

6.800,00 

Emilie Charmy
(1878 St. Etienne – 1974 Paris)

GERANIE IN EINER GLASVASE
Öl auf Holz, 34 x 25 cm, signiert links unten: E Charmy

Provenienz:
Nachlass der Künstlerin

George Bouche hat bestätigt, dass das Gemälde aus dem Nachlass der Künstlerin stammt und im Archiv Emilie Charmy registriert ist (15.8.2024)

Emilie Charmy, extravagant, couragiert, unabhängig und äußerst apart, war eine erfolgreiche, avantgardistische Malerin mit eigenen Ideen. Auch wenn sie heute wenig bekannt ist, zählt sie zu den Stars unseres Galerieangebots. Sie gehörte zum Kreis der Fauvisten, war mit Matisse, Marquet, Valadon, Picasso, Modigliani und Camoin befreundet und stellte gleichberechtigt neben ihnen aus. Mit Camoin hatte sie zwischen 1908 und 1912 eine stürmische Liebesbeziehung, die ihn, als sie ihn verließ, in eine Schaffenskrise stürzte, während der er seine Bilder zerschnitt. Während ihrer gemeinsamen Korsika-Reise 1910, noch glücklich liiert, spornten sie sich gegenseitig zu künstlerischen Höchstleistungen an, wobei Charmy mutiger und moderner malte als Camoin.

1912 lernte sie den Maler George Bouche kennen. Wie ihr Sohn überlieferte, hielt Bouche sie aufgrund ihrer unabhängigen, selbstbewussten und -sicheren Malerei, die er bewunderte, zunächst für einen Mann und wollte sie unbedingt kennenlernen. Charmy lud ihn, ohne den Irrtum aufzuklären, in ihr Atelier ein, und malte, als er eintrat, einen weiblichen Akt. Offensichtlich war er nach dem Treffen noch beeindruckter. Beide verliebten sich ineinander, und 1915 kam ihr Sohn Edmond zur Welt. Geheiratet wurde erst in den 1930er Jahren. Charmy pfiff auf die Konventionen und liebte ihre Unabhängigkeit über alles, war aber auch selbst tolerant, wenn Bouche jedes Jahr für mehrere Monate nach Spanien ging, um Teppiche zu verkaufen. Stillleben sind neben weiblichen Akten Charmys häufigste Bildsujets. Sie erlernte die Stillebenmalerei ab 1898 bei Jacques Martin in Lyon, der ihr als Lehrer und Mentor den Weg zum Erfolg ebnete.