De Belay – Frau im Profil mit Hut
Pierre de Belay
(1890 Quimper – 1947 Ostende
FRAU IM PROFIL MIT HUT
Wachskreide auf Papier, auf Karton aufgezogen, 32 x 23,3 cm
Signiert und datiert rechts unten: Pierre de Belay 1934, verso bezeichnet: Pierre de Belay, Portrait de femme, 1934, crayon gras
Provenienz:
Nachlass des Künstlers; Hélène de Belay; Sammlung Roland & Denise Souëf
Pierre de Belay war ein meisterhafter Porträtist und sorgte schon als Kind in Quimper mit Porträts der Honoratioren der Stadt für Aufsehen. Mit 15 nahm ihn der Maler und Schriftsteller, Max Jacob, ein Freund der Familie, erstmals mit nach Paris und stellte ihm Picasso, Apollinaire und die anderen Künstler des Bateau-lavoir vor. 1919 siedelte er ganz nach Paris über, genoss mit seiner Frau Hélène die Années folles, die turbulenten 1920er Jahre, und malte nostalgisch angehauchte Montmartre-Ansichten, die u. a. im Musée du Montmartre zu bewundern sind und vermehrt Café- und Bar-Szenen aus Montparnasse. Da er es liebte Passanten zu beobachten und in schnellen Skizzen aufs Papier zu werfen, kam ihm die Arbeit für die Kunst- und Theaterzeitschrift Arlequin, für die er zwischen 1923 und 1926 die Rubrik „Paris qui soupe et dîne“ illustrierte, sehr entgegen. Durch die Straßen der Stadt flanierend, wurde er zum Chronisten der 1920er. Die Schöne mit Hut im Profil fiel ihm dabei ins Auge. Wen wundert’s.