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Charmy – Pfingstrosen und Mohn in einer Glasvase

18.000,00 

Émilie Charmy
(1878 St. Etienne – 1974 Paris)

PFINGSTROSEN UND MOHN IN EINER GLASVASE

Öl auf Leinwand, 60,5 x 50 cm
Signiert rechts unten: Charmy, verso Etikett von Kunsthaus Bühler, Stuttgart

Provenienz:
Nachlass der Künstlerin;
Kunsthaus Bühler, Stuttgart;
Privatbesitz, Deutschland

George Bouche hat bestätigt, dass das Gemälde aus dem Nachlass der Künstlerin stammt und im Archiv Emilie Charmy registriert ist (15.8.2024)

Stillleben sind neben weiblichen Akten Charmys häufigste Bildsujets. Sie erlernte die Stillebenmalerei ab 1898 bei Jacques Martin in Lyon, der ihr als Lehrer und Mentor den Weg zum Erfolg ebnete. Als es in Lyon nichts mehr zu lernen gab, zog sie nach Paris, wo sich die umtriebige Kunsthändlerin, Berthe Weill, mit dem Blick für besondere Künstler, ihrer annahm und ihr 1912 eine Einzelausstellung bei Galerie Druet vermittelte. 1913 nahm Charmy als erste Frau an der Armory Show in New York teil. Etliche ihrer Werke befinden sich in amerikanischen Sammlungen wie „L’Estaque“ von 1910 im Art Institute of Chicago.

Auf dem Gemälde „Pfingstrosen und Mohn in einer Glasvase“ vor blauem Grund sieht man ihren kraftvollen, unabhängigen, modernen Stil in Perfektion. Jeder Strich sitzt, die Blüten sind in Farbe pastos herausmodelliert und der Schwung des abstrakten Hintergrunds greift perfekt die Form der Vase wieder auf. Auch die Kür der Stillebenmalerei, die Darstellung von Glasgefäßen, meisterte sie bravourös. Ihr Gemälde kann es locker mit vergleichbaren Motiven von Edouard Manet oder Lovis Corinth aufnehmen. Bei ihrer Vase beschränkte sie sich auf ganz wenige prägnante Pinselschwünge und Striche. Einfach und genial!