Michelangelo Maestri Umkreis, Rom, Zeuxis und die schönsten Mädchen von Kroton
Rom, Ende des 18. Jhdts. (Umkreis Michelangelo Maestri)
ZEUXIS UND DIE SCHÖNSTEN MÄDCHEN DER STADT KROTON
Aquarell und Gouache über schwarzer Kreide auf festem Zeichenkarton, 24,6 x 32,2 cm
Dargestellt ist die folgenden Künstlerlegende: Die Bewohner von Kroton, dem heutigen Crotone in Süditalien (in der Antike Grossgriechenland), beschlossen, den Tempel der Iuno Lacinia mit Gemälden von besonderem Wert auszustatten. Für viel Geld beauftragten sie den angesehensten Maler Zeuxis aus Herakleia. Dieser wollte ein Bild von Helena, Inbegriff weiblicher Schönheit, malen. Dafür sollten die Krotoniaten ihm die schönsten Jungfrauen zeigen, aus denen er die fünf hübschesten auswählte. Er glaubte nämlich, nicht alles, was er zur Darstellung der Schönheit brauchte, an nur einem Körper antreffen zu können, weil die Natur kein Einzelwesen so geschaffen habe, dass es in all seinen Teilen vollkommen sei (Cicero, De Invenzione II,1).